Das Verhör
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Posted 19-10-2003
[20. Dezember 1802, Mainz][...]
532) Kennet ihr einen Namens Johann Adam Forster, sechs und dreisig Jahre alt, Korbma-cher und Zunderhändler, ein Meter fünf und fünfzig Centimeters groß, rundem Angesichts, bedekter Stirne, grauen Augen, spizzer Nase, hellbraunen Haaren, kleinen Munds, spizzen Kinnes, frischer Farbe, dessen Vater zu Siehn wohnt und den Tabak-Handel treibt?
Antw. Ja, ich kenne einen Menschen, welcher demjenigen, von welchem ihr mir die Beschreibung macht, gleicht; sein Name ist Johann Adam, er ist ein Sohn vom rothen Michel, Tabakshändler auf dem Siehnerschloß; wenn es der nemliche ist, muß er blatternarbig seyn. Uebrigens hat er an keinem meiner Verbrechen Antheil genommen, ich weiß auch nicht, ob verheurathet ist.
Wenn es dieser Johann Adam, Sohn des roten Michel nicht ist, so würde die Beschreibung auf den Johann Adam, Vetter des Wildschüzzen Hann-Adam aus dem Odenwald, welcher einmal mit mir auf das linke Rheinufer gekommen ist, um Juden zu bestehlen, wo wir aber ohnverrichteter Sache wieder zurük gekehrt sind, ziemlich passen.
Es ist nur der Unterschied dabei, daß dieser Johann Adam einen grosen Mund, und die Beschreibung, welche ihr mir vorgelesen habt, einen Mann bezeichnet, der einen kleinen Mund hat.
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