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2. Leserbrief von Uwe Anhäuser - Antwort an Rainer Thielen
Mein Leserbrief vom 29.10.2003 bezweckte keine vorweg genommene "inhaltliche Auseinandersetzung" mit Rainer Thielens Buch "Schinderhannes - Sohn des Nordpfälzer Berglandes". Jedoch erläuterte ich die historischen Gründe dafür, weshalb um 1800 der Begriff "Nordpfälzer Bergland" weder umgangssprachlich noch gar in den Mainzer Gerichtsprotokollen gebräuchlich sein konnte. Bezeichnender Weise geht Thielens polemische Replik mit keiner Silbe auf diesen Kernpunkt meiner Äußerung ein.

Posted 3-12-2003

 
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Statt dessen beklagt er nun die Enttäuschung eines "anerkannten Schinderhanneskenners" über das von mir verfasste Buch. Auch rügt er meinen Verzicht "auf wissenschaftliche Arbeit mit Angabe der Fundstellen" und zeiht mich gar des "geistigen Diebstahls", weil ich den äußerst eloquenten Zeitzeugen Nikolaus Becker so gern und oft und umfangreich zitiere.

Diese Anwürfe zwingen mich zur Richtigstellung: Mein Buch "Schinderhannes und seine Bande" ist weder als "wissenschaftliche Arbeit" konzipiert, noch möchte es den Wissenshorizont irgendwelcher "Schinderhanneskenner" erweitern. Vielmehr soll es wissenschaftlichen Laien auf spannende und unterhaltsame Weise die historischen Vorgänge schildern. Zugleich widerspricht es ganz entschieden den gängigen Fehlinterpretationen des Räubers als "Hunsrücker Robin Hood", "Judenfeind" und "rheinischem Rebell". Hunderte Illustrationen, die ich an Originalschauplätzen und in Archiven fotografierte, sowie die dem Leseteil angehängten "15 Touren zu Tatorten" vermitteln bildlich konkrete Anschauungen sowie auch so manche Anregung für eigene Exkursionen.

Thielens listige Behauptung, wonach mit meinem Buch "der interessierte Leser eigentlich um sein Geld betrogen" würde, wird durch eine Vielzahl begeisterter Rezensionen in sämtlichen Medien, durch die kaum noch zu zählenden Nachbestellungen sowie auch dadurch konterkariert, dass keine acht Wochen nach dem Erscheinen bereits eine zweite Auflage in Druck gegangen ist.

Uwe Anhäuser

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Hinweis: Leserbriefe geben die Ansicht der Verfasser wieder.

 
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