Diese Seite sieht in einem modernen Browser besser aus, aber der Inhalt kann auch mit älteren Browsern oder Geräten betrachtet werden.Ich empfehle Ihnen auf einen neuen Browser umzusteigen.

Sie sind hier: Home :: News :: Know-How

Spracherhalt und Sprachverlust in der pennsylvaniadeutschen Gesellschaft
Gastvortrag von Prof. Dr. Mark Louden (Professor of German and Jewish Studies an der University of Wisconsin in Madison)

Mittwoch, den 26. Mai 2004 um 18:15 im Philosophicum, Hörsaal P 2 (Universität Mainz, Welderweg 18)

Posted 12-5-2004

 
e-mail E-mail this page
print Printer-friendly page

Deutschsprachige Einwanderer bildeten im 18. und 19. Jahrhundert die größte nichtenglischsprachige Immigrantengruppe in den Vereinigten Staaten.
Der starke Druck der amerikanisch-englischen Mehrheitssprache führte in der Regel zu einer recht raschen sprachlichen Assimilation. Dennoch behauptete sich in den USA über 200 Jahre eine nicht-englische Sprache, die noch heute gedeiht. Sie wird von ihren Sprechern einfach als "Deitsch" bezeichnet, auf Englisch "Pennsylvania Dutch" oder "Pennsylvania German".

Jetzt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wird Pennsylvaniadeutsch von ca. 200.000 Sprechern aktiv verwendet und auch von Kindern erworben. Diese Sprecher gehören fast ausschließlich sehr konservativen anabaptistischen Gruppen an, d.h. den "Old Order Amish" und "Old Order Mennoniten". Wegen der überdurchschnittlich hohen Geburtenrate unter diesen sozioreligiösen Gruppen verdoppelt sich die Zahl der pennsylvaniadeutschsprechenden alle zwanzig Jahre. Doch gibt es auch andere Sprecher des PD, die historisch wenig mit den Old Orders zu tun gehabt haben, und unter denen die Sprache heute fast verschwunden ist. Diese bildeten bis ins zwanzigste Jahrhundert die überwiegende Mehrheit der Pennsylvaniadeutschsprechenden.

In diesem Vortrag wird die externe Geschichte des PD skizziert, mit Hinblick auf die Faktoren, die zum Erhalt bzw. Verlust der Sprache beigetragen haben. Neben der gegenwärtigen Situation des PD sollen auch allgemeine Merkmale des Verhältnisses zwischen Sprache und Identität in der amerikanischen Gesellschaft beleuchtet werden. Prof. Dr. Mark Louden ist Professor of German and Jewish Studies an der University of Wisconsin in Madison. Er ist einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Sprache und Kultur der "Pennsylvania Germans" und hält sich im Sommersemester als Gastprofessor an der Universität Marburg auf.

Veranstalter sind die Abteilung für Allgemeine und Neuere Geschichte des Historischen Seminars der Universität Mainz sowie das Zentrum für Interkulturelle Studien (ZIS).

Kontakt:

HD Dr. Helmut Schmahl

Abteilung I: Allgemeine und Neuere Geschichte
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Telefon 06131-25404, Fax 06131-39-20887, E-Mail: hschmahl@mail.uni-mainz.de

 
Ähnliche Rubriken:
Know-How

Archiv | Links | Wunschzettel

Digitalkameras aller Hersteller bei Directshopper

Leserbriefe geben die Meinung der Verfasser wieder.
Ein Anspruch auf Veröffentlichung im Rheinhessenarchiv :: Genealog besteht nicht.
Ich behalte mir die Kürzung von Beiträgen vor.
Copyright 2000-2003 Melanie Langenhan, Königsberger Str. 33, D-55268 Nieder-Olm
webmaid at web.de - Alle Rechte vorbehalten -

Rheinhessen, Genealogie und Geschichte ... Rheinhessenarchiv :: Genealog

powered by Big Mediumi