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Vortragsreihe über "Bonifatius - Apostel der Deutschen"
Am 5. Juni 754 wurde in Dokkum im Norden Frieslands der Heilige Bonifatius erschlagen, als er eine Gruppe Neugetaufter firmen wollte. Seit dem Jahre 746 Erzbischof in Mainz, war Bonifatius im hohen Alter gleichsam zu seinen missionarischen Wurzeln zurückgekehrt.

Posted 11-1-2004

 
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Hier hatte er als junger angelsächsischer Mönch mehr als dreißig Jahre zuvor sein Bekehrungswerk bei den germanischen Brüdern und Schwestern auf dem Festland begonnen. Dafür wurde er seit dem 19. Jahrhundert der „Apostel der Deutschen“ genannt.

Die 1250. Wiederkehr seines Todestages ist Anlass, erneut Wirken und Nachwirken des bedeutsamen Heiligen zu betrachten. Sich des Bonifatius gerade in Mainz zu erinnern, ist mehr als berechtigt. Auch wenn seine Wirkung als Reformer und Kirchenpolitiker weit über Mainz hinausgeht, hat er doch auch nachhaltig in die Entwicklung der Mainzer Kirche eingegriffen.

Ausgehend von dem Missionar und Reformer Bonifatius nimmt die Vortragsreihe des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. in Kooperation mit Erbacher Hof/ Akademie des Bistums Mainz „Bonifatius – Apostel der Deutschen. Mission und Christianisierung vom 8. bis ins 20. Jahrhundert“ die für die Geschichte Europas und der Welt grundlegenden Prozesse der Mission, Christianisierung und Heiligenverehrung in verschiedenen Facetten exemplarisch in den Blick. Für alle Themen konnten herausragende Fachleute gefunden werden.

Am Dienstag, 13. Januar 2004, um 19.00 Uhr (Erbacher Hof, Hildegard-Saal, Grebenstraße) referiert Prof. Dr. Lutz E. von Padberg (Paderborn) über „Bonifatius. Missionar und Reformer“.

Am Freitag, 16. Januar 2004, um 19.00 Uhr (Haus am Dom, Liebfrauenplatz) behandelt Prof. Dr. Ulrich Nonn (Koblenz/Bonn) das Thema „Zwangsmission mit Feuer und Schwert? Zur Sachsenmission Karls des Großen“.

Am Dienstag, 20. Januar 2004, um 19.00 Uhr (Haus am Dom, Liebfrauenplatz) spricht Prof. Dr. Johannes Meier (Mainz) über „Conquista und Mission. Die Christianisierung Lateinamerikas“.

„Königshof, Kloster und Mission – die Welt der Lioba und ihrer geistlichen Schwestern“ lautet der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Gisela Muschiol (Bonn) am Dienstag, 27. Januar 2004, 19.00 Uhr (Haus am Dom, Liebfrauenplatz).

Im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Winfried Müller (Dresden) am Dienstag, 03. Februar 2004, um 19.00 Uhr (Haus am Dom, Liebfrauenplatz) stehten „Jubiläen und Heiligengedenken. Von den mittelalterlichen Ursprüngen bis zum Heiligenkult des 19. Jahrhunderts“.

Dr. Hermann Josef Braun (Mainz), befasst sich am Mittwoch, 11. Februar 2004, 19.00 Uhr (Haus am Dom, Liebfrauenplatz) mit dem „Bonifatius-Jubiläum 1954 im Bistum Mainz“.

Der Eintritt ist frei!

Quelle: Newsletter der Stadt Mainz vom 09.01.2004

 
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